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[Spirituelle Gemeinschaft] Findhorn Foundation [Findhorn]

BeitragVerfasst: Di 27. Nov 2012, 00:36
von Pinnwand
Webseite: findhorn.org | ecovillagefindhorn.com | Intentional Communities

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Findhorn Foundation ist die rechtliche Organisation der Findhorn Community, einer spirituell orientierten Lebensgemeinschaft in Nordschottland. Die Gemeinschaft ist eine Intentional Community, dt.: beabsichtigte Gemeinschaft, die über eine wirtschaftliche Zweckwohngemeinschaft hinaus gemeinsame Ziele und gemeinschaftliche Tätigkeiten in der Lebensgestaltung betont. Bekannt ist sie insbesondere als Anbieter zahlreicher Seminare und Gästeprogramme.

Findhorn Community bezeichnet in der Regel die Gesamtheit der Lebensgemeinschaft der auf dem Gelände oder in umliegenden Gemeinden lebenden Menschen, die am Gemeinschaftsleben teilhaben, sowie das Seminarzentrum in Forres. Die Findhorn Foundation ist eine Stiftung, die 1972 gegründet wurde, um als juristische Person verschiedene Aufgaben in juristischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu gewährleisten, dazu gehören die Eigentumsverwaltung an den Gemeinschaftseinrichtungen, die Möglichkeit, als Arbeitgeber für Mitglieder der Gemeinschaft zu fungieren, und die Organisation des Seminarbetriebs.

Die Gemeinschaft lebt auf einem Gelände, das zur Gemeinde Findhorn am Moray Firth im Nordosten Schottlands gehört. Aufgrund der geographischen Zugehörigkeit zur Gemeinde Findhorn hat sich die Bezeichnung "Findhorn Community" für die Lebensgemeinschaft ergeben, und für die lokale Eingrenzung innerhalb des Ortes die Begriffe "Ecovillage" oder "The Park" (Erläuterungen im Abschnitt Entwicklung).

Kern des Seminarbetriebes ist das Cluny Hill College im nahegelegenen Forres (etwa 10 Autominuten entfernt).

Außerdem betreibt die Community zwei Retreat-Center auf den Inseln Iona und Erraid.

Selbstverständnis
Das Selbstverständnis der Gemeinschaft umfasst drei Kernbereiche: Gemeinschaftsleben, Nachhaltigkeit und Spiritualität. Ihre Ziele benennt sie als "Hilfe, ein neues menschliches Bewusstsein zu entfalten und eine positive, nachhaltige Zukunft zu kreieren".

Das Gemeinschaftsleben umfasst gemeinsames Arbeiten, gemeinsame Einnahme der Mahlzeiten (auf Wunsch), gemeinsame Veranstaltungen in einem umfassenden Veranstaltungskalender. Die Arbeit findet in verschiedenen Arbeitsbereichen in Vor- und Nachmittagsschichten (vorwiegend Landwirtschaft und Garten, Instandhaltung, Reinigung und Küche) statt. Sie wird entweder von kurz- und mittelfristigen Gästen (von einer Woche bis zu einem Jahr) wahrgenommen, oder von Mitgliedern der Gemeinschaft, die teilweise auf dem Gelände, teilweise in den umliegenden Dörfern und Gemeinden wohnen und dort freiwillige Schichten übernehmen. Daneben gibt es auch Angestellte der Foundation, die auf Basis von Kost und Logis arbeiten (während die Gäste zahlende Teilnehmer an Workshops sind). Diese gemeinsam verrichteten Arbeiten dienen nicht nur der produktiven Bewältigung anfallender Aufgaben, sondern sind wesentlicher Teil der Schaffung und Aufrechterhaltung persönlicher Kontakte und somit zur Unterstützung eines Gemeinschaftsgefühls.

Die Nachhaltigkeit in der Lebensweise ist gekennzeichnet durch die oben erwähnte ökologische Bauweise, energiebewusste Bewirtschaftung, ökologischen Landbau, Nutzung regenerativer Energie durch Windräder, Abfallvermeidung, biologische Abwasseraufbereitung und andere Punkte.

Zum Bereich der Spiritualität gibt es keine normierte Glaubenshaltung, es handelt sich nicht um eine Bekenntnisgemeinschaft. Insofern leben dort Menschen mit unterschiedlichen religiös-weltanschaulichen Vorstellungen. Die Schriften Caddys sind zwar Orientierungspunkte, werden aber nicht dogmatisch verstanden. Zu den spirituellen Prinzipien gehört das "Hören auf die innere Stimme" (deep inner listening). Dies ist eine Form der Meditation oder Besinnung auf Intuition, deren Quelle außerhalb des individuellen Menschen, in einem allumfassenden Bewusstsein angenommen wird. Des Weiteren werden die "Zusammenarbeit mit der Intelligenz der Natur" und der "Dienst an der Welt", indem sie als Gäste- und Seminarzentrum diese Prinzipien vorleben und weitergeben, genannt. Als Ausprägung im Alltag wäre hier etwa das "Tuning in" zu nennen, das Sich-Einstimmen. Wenn sich Mitglieder und Gäste treffen, zur gemeinsamen Arbeit, zur Diskussion, oder zum Treffen von Entscheidungen, wird ein Tuning-in durchgeführt, eine kurze Zeit der Einstimmung auf die vorliegende Aufgabe und auf die anwesenden Menschen, mit denen man gemeinsam diese Aufgabe angehen wird. 'Bewusstmachung' und 'Vergegenwärtigung' können hier als Stichworte genannt sein.

Eine Erläuterung der spirituellen Basis der Gemeinschaft findet sich neben den Ausführungen auf der Webseite der Foundation auch in einem "Study Paper on the Basis of Spirituality at the Findhorn Community" (in englischer Sprache) des langjährigen Mitgliedes Carol Riddell. Eines ihrer Bücher macht die Autorin auf ihrer Webseite ebenfalls kostenfrei zugänglich (in englischer Sprache, es ist in Buchform auf deutsch erschienen).

Quelle: wikipedia.org


50 Jahre Findhorn
Die Geschichte der Gemeinschaft fußt auf einem langen Training der drei Gemeinschaftsgründer in tiefer Transformationsarbeit, die 1957 dazu führte, dass Eileen Caddy eine Stimme in ihrem Inneren hörte, die sagte: „Sei still und wisse, dass ich Gott bin.“ Von da an bekam sie tägliche Botschaften, oft mit genauen Handlungsanweisungen.

Eileen, ihr späterer Ehemann Peter Caddy und eine gemeinsame Freundin, Dorothy McLean, arbeiteten zusammen in einem Hotel, dessen Manager Peter war. Dank der Anweisungen der inneren Stimme und der Bereitschaft, diese umzusetzen, erblühte das Hotel unter der Leitung des kleinen Teams, das gemeinsam meditierte und an innerer Entwicklung arbeitete. Eines Tages wurden sie von der Hotelbesitzerin gebeten, sich zusammen in ein anderes Hotel versetzen zu lassen, das abgewirtschaftet war und das sie wieder flott machen sollten. Sie willigten ein, wenn auch der Abschied schwer fiel. Doch die innere Stimme sicherte ihnen zu, dass sie eines Tages in das erste Hotel zurückkehren würden. Im neuen Hotel tauchten jedoch viele Probleme auf und es lief eher schlecht als recht. Eines Tages kündigte die innere Stimme an: „Morgen geschieht etwas Bedeutsames, habt aber keine Angst, das gehört zum Plan!“ Und dann wurden sie am nächsten Tag mir nichts dir nichts gefeuert. Eileen und Peter hatten mittlerweile drei kleine Jungs, und so machten sich im November 1962 drei Erwachsene und drei Kinder in einem Auto mit einem Wohnwagen auf den Weg in die Ungewissheit eines neuen Lebens.
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Verfasst: Di 27. Nov 2012, 00:36
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Re: [Spirituelle Gemeinschaft] Findhorn Foundation [Findhorn

BeitragVerfasst: So 13. Jan 2013, 19:49
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