Pyrenäen: Prähistorischer Berghof sucht Mitmacher
Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 21:48
Die Nachbar-Kommune in meinem kleinen Seitenhochtal in der Ariège sucht Working-Guests sowie neue Mitglieder -
und da sie selbst kein Internet haben, schreib ich mal los - sie sagten, ich solle den Text anfangen mit:
Prähistorischer Berghof sucht Mitmacher
und dann weitermachen, wie ich meine.
Mitglieder: 4
Peter seit 33 Jahren - Vincent auch seit langen Jahren - Marcel, ein deutscher Jungspund seit 1 Jahr - und noch ein Marcel seit nem halben Jahr.
(Derzeit sind sie noch diverse mehr, weil einige Working-Guests vom Sommer übern Winter bleiben wollen.)
Working-Guests:
Übers Jahr verteilt kommen dort Helfer aus aller Welt, die nen paar Wochen, Monate oder manche sogar Jahre bleiben. Für ne Auszeit in ihrem sonst stressigen Leben, um alles über Ziegenhaltung & autarken Gemüseanbau zu lernen, um neue Ideen zu entwickeln oder um ganz einfach ne gute Zeit mit der Arbeit direkt in der Natur zu haben, um den Ausstieg zu proben oder um zu schauen, ob sie bei gegenseitiger Sympatie ganz da bleiben wollen. Viele kommem immer wieder. Ich kenne fünf Leute, die ganz hier geblieben sind und heute im Tal mit ihren eigenen Projekten leben nachdem sie alles gelernt hatten, 2 sind gleich ganz in der Kommune geblieben.
Dort wird immer ein Gemisch aus französisch, englisch und deutsch gesprochen. Und was dort sehr stark gefragt ist, ist Gemeinschaftsgeist und persönlicher Einsatz - ohne das wird dort niemand lange bleiben können.
Abends und nachts machen sie oft stundenlange Musiksessions - egal, ob jemand nen Instrument gelernt hat oder nicht: nach ner Weile merkt jeder, dass er sich im Gemeinschaftsgefühl traut und trommeln, Flöte oder sogar Trompete spielen kann - es sind spontane Sessions, jeder schnappt sich ne Trommel oder was auch immer und es wird gesungen, getrommelt und getrötet was das Zeug hält - anfangs sind Unerfahrene oft zu schüchtern dazu, doch nach ner Weile und der Erkenntnis, dass die anderen es auch nicht "besser" können, traut sich fast jeder.
Sie leben seit über 30 Jahren ohne Maschinen autark auf riesigem Gelände mit vielen Gebäuden, rund 50 Ziegen, 2 Pferden, Hühnern & Gänsen und sagenhaft grossem Gemüsegarten & 3 Gewächshäusern - früher hatten sie auch noch Lamas und Esel - sie arbeiten ziemlich viel - im Gemüseanbau, Ziegen hüten, melken, Káseherstellung, Kompost, Hausbau, Hühner versorgen, kochen, Wintervorrat einkochen, heuen, Holz hacken .......... - sie sind auch ein soziales Projekt, regelmässig arbeiten tageweise minderjährige straffällig gewordene Jugendliche mit.
Es ist ein sehr einfaches Leben inmitten der Natur sehr fern der Ziwilisation, mit Freiluftklo, schlafen im Gemeinschaftsraum oder im riesigen Holztipi, kochen auf offenem Feuer und gemeinsamen Mahlzeiten meist draussen - Fleisch eher selten, denn ne tote Ziege gibt halt keine Milch mehr
und ausserdem lieben sie ihre Tiere sehr.
Dieses Projekt ist super für Leute, die noch keine Ahnung vom autarken Leben haben - man kann dort für ein paar Wochen mitarbeiten und leben - oder auch mit open-end dableiben - oder bei gegenseitiger Sympatie ganz einsteigen. Es ist nicht so wie in BRD, dass man da inne Lehre geht und sich ein Ausbilder um einen kümmert. Man lernt dadurch, dass man mitarbeitet und einem die Arbeiten, an denen man grad dran ist, natürlich vorher genau erklärt und gezeigt werden, und man nachfragen kann, wenn einem was nicht klar ist.
Was heißt, man lernt nur das, was man selber macht. Kann durchaus passieren, dass man was nicht mitkriegt, weil eben ein anderer die Arbeiten durchführt. Doch wenn man möglichst viel lernen will, kann man das anmelden und bei möglichst vielen Tätigkeiten dabei sein. Und man kann abends oder bei den Mahlzeiten so viele Fragen wie möglich stellen. Und so viel Einsatz zeigen wie nur irgend möglich. Die sind wirklich von morgens in aller Frühe bis abends am Rödeln. Und wenn zB schlechtes Wetter voraus gesehen wird, dann müssen auch mal alle wie verrückt bis zum Umfallen vorm Gewitter heuen oder ernten oder was auch immer.
Wer bereit ist, dort aktiv mit vollem Arbeitseinsatz zu lernen, kommt danach überall auf der Welt zurecht.
Wer dort zB eine Vegetations-Periode (1 Jahr) mitarbeitet, hat alles Notwendige über autarken Gemüseanbau & Winter-Vorratshaltung (auch für die Tiere), Kompostherstellung, Hühner & Gänsehaltung, Ziegenhaltung & Käseherstellung, über Pferdehaltung und Arbeit mit Pferden, sowie einiges übers Bauen gelernt - dazu gehört allerdings voller Einsatz - autarkes Leben inner Wildnis ist ne Menge Arbeit.
Wer interessiert ist, schickt mir einfach ne PN - und nen bischen was über sich, dann schick ich deren Telefon-Nr. - und alles weitere wird dann mit ihnen persönlich besprochen.
und da sie selbst kein Internet haben, schreib ich mal los - sie sagten, ich solle den Text anfangen mit:
Prähistorischer Berghof sucht Mitmacher
und dann weitermachen, wie ich meine.
Mitglieder: 4
Peter seit 33 Jahren - Vincent auch seit langen Jahren - Marcel, ein deutscher Jungspund seit 1 Jahr - und noch ein Marcel seit nem halben Jahr.
(Derzeit sind sie noch diverse mehr, weil einige Working-Guests vom Sommer übern Winter bleiben wollen.)
Working-Guests:
Übers Jahr verteilt kommen dort Helfer aus aller Welt, die nen paar Wochen, Monate oder manche sogar Jahre bleiben. Für ne Auszeit in ihrem sonst stressigen Leben, um alles über Ziegenhaltung & autarken Gemüseanbau zu lernen, um neue Ideen zu entwickeln oder um ganz einfach ne gute Zeit mit der Arbeit direkt in der Natur zu haben, um den Ausstieg zu proben oder um zu schauen, ob sie bei gegenseitiger Sympatie ganz da bleiben wollen. Viele kommem immer wieder. Ich kenne fünf Leute, die ganz hier geblieben sind und heute im Tal mit ihren eigenen Projekten leben nachdem sie alles gelernt hatten, 2 sind gleich ganz in der Kommune geblieben.
Dort wird immer ein Gemisch aus französisch, englisch und deutsch gesprochen. Und was dort sehr stark gefragt ist, ist Gemeinschaftsgeist und persönlicher Einsatz - ohne das wird dort niemand lange bleiben können.
Abends und nachts machen sie oft stundenlange Musiksessions - egal, ob jemand nen Instrument gelernt hat oder nicht: nach ner Weile merkt jeder, dass er sich im Gemeinschaftsgefühl traut und trommeln, Flöte oder sogar Trompete spielen kann - es sind spontane Sessions, jeder schnappt sich ne Trommel oder was auch immer und es wird gesungen, getrommelt und getrötet was das Zeug hält - anfangs sind Unerfahrene oft zu schüchtern dazu, doch nach ner Weile und der Erkenntnis, dass die anderen es auch nicht "besser" können, traut sich fast jeder.
Sie leben seit über 30 Jahren ohne Maschinen autark auf riesigem Gelände mit vielen Gebäuden, rund 50 Ziegen, 2 Pferden, Hühnern & Gänsen und sagenhaft grossem Gemüsegarten & 3 Gewächshäusern - früher hatten sie auch noch Lamas und Esel - sie arbeiten ziemlich viel - im Gemüseanbau, Ziegen hüten, melken, Káseherstellung, Kompost, Hausbau, Hühner versorgen, kochen, Wintervorrat einkochen, heuen, Holz hacken .......... - sie sind auch ein soziales Projekt, regelmässig arbeiten tageweise minderjährige straffällig gewordene Jugendliche mit.
Es ist ein sehr einfaches Leben inmitten der Natur sehr fern der Ziwilisation, mit Freiluftklo, schlafen im Gemeinschaftsraum oder im riesigen Holztipi, kochen auf offenem Feuer und gemeinsamen Mahlzeiten meist draussen - Fleisch eher selten, denn ne tote Ziege gibt halt keine Milch mehr
Dieses Projekt ist super für Leute, die noch keine Ahnung vom autarken Leben haben - man kann dort für ein paar Wochen mitarbeiten und leben - oder auch mit open-end dableiben - oder bei gegenseitiger Sympatie ganz einsteigen. Es ist nicht so wie in BRD, dass man da inne Lehre geht und sich ein Ausbilder um einen kümmert. Man lernt dadurch, dass man mitarbeitet und einem die Arbeiten, an denen man grad dran ist, natürlich vorher genau erklärt und gezeigt werden, und man nachfragen kann, wenn einem was nicht klar ist.
Was heißt, man lernt nur das, was man selber macht. Kann durchaus passieren, dass man was nicht mitkriegt, weil eben ein anderer die Arbeiten durchführt. Doch wenn man möglichst viel lernen will, kann man das anmelden und bei möglichst vielen Tätigkeiten dabei sein. Und man kann abends oder bei den Mahlzeiten so viele Fragen wie möglich stellen. Und so viel Einsatz zeigen wie nur irgend möglich. Die sind wirklich von morgens in aller Frühe bis abends am Rödeln. Und wenn zB schlechtes Wetter voraus gesehen wird, dann müssen auch mal alle wie verrückt bis zum Umfallen vorm Gewitter heuen oder ernten oder was auch immer.
Wer bereit ist, dort aktiv mit vollem Arbeitseinsatz zu lernen, kommt danach überall auf der Welt zurecht.
Wer dort zB eine Vegetations-Periode (1 Jahr) mitarbeitet, hat alles Notwendige über autarken Gemüseanbau & Winter-Vorratshaltung (auch für die Tiere), Kompostherstellung, Hühner & Gänsehaltung, Ziegenhaltung & Käseherstellung, über Pferdehaltung und Arbeit mit Pferden, sowie einiges übers Bauen gelernt - dazu gehört allerdings voller Einsatz - autarkes Leben inner Wildnis ist ne Menge Arbeit.
Wer interessiert ist, schickt mir einfach ne PN - und nen bischen was über sich, dann schick ich deren Telefon-Nr. - und alles weitere wird dann mit ihnen persönlich besprochen.